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Bericht vom EPEC 2010 Live Qualifier Köln

Am Wochenende des 17. und 18. April 2010 wurde die Kölner UniMensa wieder zur Pokerarena. Im MG Süd veranstaltete Pokerlust für EverestPoker.net eines von drei deutschlandweiten Qualifikationsturnieren zum Everest Poker European Cup 2010 (EPEC). Knapp 300 Teilnehmer traten an den beiden Tagen an, um sich für das große Finale auf Gran Canaria zu qualifizieren. Das Finale des Qualifiers fand am Sonntagabend statt, in den beiden Vorrunden am Samstag sowie am Sonntag konnten sich jeweils 30 Spieler dafür die Teilnahme sichern.

Die Teilnehmer in den beiden Starterfeldern hatten sich entweder online über die Pokersoftware von EverestPoker.net qualifiziert oder aber wurden in der Verlosung von Pokerlust gezogen. Entsprechend fanden sich auch viele bekannte Gesichter vergangener Pokerlust-Turniere wieder: Oliver Böhm, Christian Bunk, Frank Gürth, Manuela Kraus, Michael Opfer, um nur einige zu nennen. Auch die beiden Vorjahressieger des Kölner Qualifiers, Elke Scholz und Marco Bergers, waren vor Ort. Doch nicht nur Teilnehmer aus dem Raum Köln waren da, auch Spieler aus anderen Regionen Deutschlands, etwa aus Bremen, Oldenburg, Ostfriesland und Stuttgart, hatten trotz Aschewolke in der Atmosphäre den weiten Weg auf sich genommen. Ein bunt gemischtes Teilnehmerfeld also!

Etwas verspätet begann am Samstag gegen 14:30 Uhr nach einer Begrüßung durch Corina Strauss von Everest Poker das Qualifying. Nico Spengler von Pokerlust moderierte die Veranstaltung. Mit langen Blindleveln von 30 Minuten und sehr moderaten Blinderhöhungen wurde allen die Möglichkeit gegeben, das Turnier entspannt zu absolvieren. Ausgeschiedene Spieler, Begleiter, sowie Zaungäste konnten sich derweil während des gesamten Wochenendes an mehreren Fun-Tables vergnügen.

Gut gefüllte UniMensa Full-House Asse über Sechsen verliert gegen Vierling Asse

Das Highlight der ersten Vorrunde ist in der Bildergalerie zu bestaunen. Full-House Asse über Sechsen verliert gegen den Vierling Asse einen großen Pot. Dies sollte im gesamten Turnierverlauf die höchste Handwertung bleiben. Gegen Ende der Samstagsqualifikation wehrten sich die verbliebenen 38 Spieler mit aller Kraft gegen das Ausscheiden. Keiner wollte so kurz vor dem Erreichen der Finalrunde die Segel streichen müssen. Es sollte noch ca. eine Stunde dauern, bis die Glücklichen ermittelt waren. Nach dem letzten erforderlichen „Seat-Open“ wurde das Spielerfeld sogar auf 29 reduziert, weil das All-In in der letzten Hand, die noch an einem anderen Tisch zu beenden war, zu Ungunsten des Short-Stacks ausging.

In der beliebten Kölner Cocktailbar LaCroque ließen die Teilnehmer des Qualifiers sowie die Teams von Everest Poker und Pokerlust schließlich den Samstagabend ausklingen. Everest Poker sponsorte die Playersnight und spendierte Bier und Cocktails für alle!

Manchen fiel nach diesem feucht-fröhlichen Abend das Aufstehen schwer, aber schon um 10:00 Uhr begann am Sonntagmorgen die Anmeldung für den zweiten Heat. Wer nach Gran Canaria will, muss eben früh aufstehen!

Bei dieser Vorrunde hatte ein Spieler die Möglichkeit sich direkt für das Finale zu qualifizieren, indem er den als Bounty-Spieler teilnehmenden Nico Spengler von Pokerlust eliminierte. Daraus wurde aber nichts, es wurde kein Extra-Platz vergeben. In der letzten Hand dieses Heats kam es sogar zu einem Double-Seat-Open, nachdem das Feld schon auf 30 Spieler geschrumpft war. Somit zogen 28 Teilnehmer in die Endrunde ein.

57 Teilnehmer hatten sich somit nun für das Finale am Sonntagabend qualifiziert. In der etwa eineinhalbstündigen Pause zwischen dem zweiten Heat und dem Finale wurden schließlich noch zwei Wildcards an zwei SnG Tischen ausgespielt, so dass um 18:30 Uhr das Finale mit 59 Teilnehmern startete! An einem der SnG Tisch spielte sich ein kleines Drama um den begehrten Finalplatz ab. Weil um 18:00 Uhr noch keine Entscheidung gefallen war, mussten die Chips gezählt werden. Gleichstand! Das Ziehen einer Karte fällte die Entscheidung über die Teilnahme.

Hektisch ging es zu Beginn der alles entscheidenden Endrunde zur Sache; die drei All-Ins in den ersten drei Minuten blieben aber folgenlos. Das Tempo war anfangs hoch: Nach 2 Blindleveln bzw. 60 Minuten waren noch 35 Spieler im Rennen, 23 waren es eine halbe Stunde später. Und um 21:50 Uhr schließlich startete der Final Table mit den 8 verbliebenen Teilnehmern.

Start des Final Table Jeffrey Salaris und Michael Opfer

Zu der bemerkenswertesten Hand des gesamten Turniers kam es kurz vor dem Heads-Up, als die beiden Chip-Leader aufeinander prallten. Der Flop zeigte 224 und es war deutlich zu spüren, dass etwas in der Luft lag. Am River setzte der Chip-Leader Michael eine kleine Value-Bet und wird von Jeffrey geraised. Die Größe der Erhöhung wirkt ungewöhnlich, er hält ca. ein Drittel seines Reststacks zurück. Ist es ein Zeichen von Angst und er möchte wenigstens ein paar Chips übrig behalten, falls er die Hand verliert? Mit einem Short-Stack am Tisch darf man als 2nd Chip-Leader jetzt nicht ausscheiden! Oder ein Lockangebot mit den Nuts? Michael überlegt lange. In dieser Situation hätten die meisten Spieler ohne nachzudenken sofort einen Call ausgepackt. Er äußert bedenken: “Hast du auch ein Full House gefloppt“? Schließlich entscheidet er sich für den Call und zeigt 24. Sein Verdacht wird bestätigt, als der Gegner 44 umdreht.

Um 23:20 Uhr war es schließlich soweit: Michael Opfer und Jeffrey Salaris standen als Sieger fest! Beide werden vom 21. bis zum 24. Mai 2010 beim EPEC-Finale auf Gran Canaria antreten und mit Spielern aus insgesamt 15 Nationen um den Cup und einen Preispool von insgesamt 100.000 ¤ ringen. Den Tagessieg, der aber nur symbolischen Wert hatte, spielten Jeffrey und Michael noch aus – mit dem besseren Ende für Michael. Beiden wünschen wir viel Erfolg auf Gran Canaria! Jedoch musste keiner der Teilnehmer des Finales mit leeren Händen nach Hause gehen. Für die Nächstplatzierten gab es Pokerkoffer, T-Shirts und Kunststoffkarten von Everest Poker.

Die Platzierungen am Final Table:

  1. Michael Opfer
  2. Jeffrey Salaris
  3. René Schwadtke
  4. Manuela Kraus
  5. Günter Ziesmer
  6. Jonas Streich
  7. Christian Strupp
  8. Frank Gürth

Das Team Pokerlust bedankt sich bei allen für ein wunderbares Pokerwochenende! Wir hoffen, dass alle so viel Spaß hatten wie wir!