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Bericht von der Studi-Poker-Tour in Köln

Am Samstag, den 03.11. war es in Köln endlich soweit. Die Studi Poker Tour startete in der Kölner Hauptmensa. Zu den beiden Startzeiten hatten sich insgesamt 150 Studierende im umgestalteten Speisesaal im Mittelgeschoß der Unimensa eingefunden.

Im ersten Flight wurde direkt von Beginn an aggressiv gespielt, so dass es nach noch nicht mal fünf Minuten das erste Mal hieß: „Seat open!“. Etliche Spieler schienen gleich zu Beginn ihre Chips verdoppeln zu wollen. Innerhalb der ersten 15 Minuten waren dann die ersten 14 Spieler ausgeschieden und es ergab sich ein wesentlich ruhigeres und bedachteres Spiel. Die Stimmung war sehr positiv und alle Spieler waren konzentriert bei der Sache. Man konnte klare Unterschiede der Spielerfahrung feststellen, was aber weder der Stimmung noch dem Spielfluss schadete. Es gab Spieler, die schon mehrere Liveturniere gespielt hatten und sehr routiniert ihre Einsätze brachten und solche, die bisher kaum mit Poker in Kontakt gekommen waren. Für uns von Pokerlust eine sehr schöne Erfahrung, weitere Leute an das Pokerspiel heran zu führen und das Interesse dafür zu wecken.

Ein Highlight im ersten Flight, dass man nicht häufig sieht, war der Asse-Vierling. Zwei Asse als Pocket Pair erhalten, kam im Flop dann Ass-Ass-Acht. Leider hatte der Spieler zu diesem Zeitpunkt nur noch 700 Chips und sein All-in wurde nur von einem Gegenspieler gecallt. Somit konnte er sich mit diesem Bomben-Blatt „nur“ verdoppeln. Trotz dessen eine Hand, die allen am Tisch sicherlich noch einige Zeit im Gedächtnis bleibt. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit standen dann die 32 Qualifikanten für das abendliche Finale fest.

Um 14:00 Uhr startete die zweite Startzeit, zu der sich insgesamt 72 Spieler und einige Zuschauer um die Tische versammelten. Hier war die Spielweise nicht so aggressiv, wie am Morgen. Die Spieler verhielten sich weitaus defensiver. Nach der ersten halben Stunde waren erst fünf Spieler ausgeschieden. Was aber sicherlich auch an den längeren Blindzeiten lag, die aufgrund der verfügbaren Zeit auf 20 Minuten erhöht wurde. Somit konnten wir allen Spielern des zweiten Flight noch mehr Spielspass ermöglichen. Auch hier standen die 35 Qualifikanten für abendliche Finale nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit fest.

Um 17:30 Uhr hatten sich dann die 67 Finalteilnehmer wieder eingefunden und es wurde fleißig weitergespielt. Im Finale ging es zu Anfang heiß her, was den teilweise sehr niedrigen Startingstacks geschuldet war, die die Spieler in ihrer Startzeit erspielt hatten und in das Finale einbrachten. Nach der ersten viertel Stunde waren wiederum 14 Spieler ausgeschieden und die ersten beiden Tische waren aufgelöst. Stephan Dohmke, Christoph Konietzko und Yingguang Wang gingen als Chipleader mit jeweils 10.000 bzw. im Falle von Christoph sogar 10.500 Chips ins Rennen. Alle drei kamen unter die Top 20 und konnten sich somit für das große Online Finale auf Everest Poker.net qualifizieren. Nach einem harten Ringen und knapp zweieinhalb Stunden Spielzeit standen die zehn Spieler für den Final Table fest. Hier ging wiederum Yingguang Wang als Chepleader an den Tisch, belegte allerdings nur den sechsten Platz und konnte sich über ein Jahresabonnement des Poker und Lifestyle Magazins GX freuen. Die heiß umkämpften Pokale gingen nach einer weiteren dreiviertel Stunde packenden Spiels an Ulrich Enke für den dritten Platz. Marco Küpper wurde Zweiter und Mike John stand um 20:43 Uhr als glücklicher Gewinner der Studi Poker Tour 2007 in Köln fest.

Alle Spieler, die sich für das Online Finale auf Everest Poker.net qualifiziert haben, finden sich in der folgenden Tabelle. Wir wünschen allen Qualifikanten viel Erfolg!

1. Mike John
2. Marco Küpper
3. Ulrich Enke
4. Björn Clausen
5. Tung Chu Thanh
6. Yingguang Wang
7. Mykyta Maksymchuk
8. David K.
9. Sebastian Nowak
10. Christoph Konietzko
11. Fabian Wunderlich
12. Stephan Domke
13. René Reilard
14. Phillip Pasckert
15. Kai Mittmann-Munderloh
16. Marco Nicolai
17. Jolissaint Olivier
18. Dominik Markert
19. Sebastian Wellmann
20. Waldemar Bien